Fortbildung Mimtruppleiter

Teilnehmerbericht von Anja Meilinger


Samstag-Morgen, Neuhof-Rommerz, es regnet. Die Teilnehmer zur MTL-FoBi 2010 treffen ein und beginnen das Wochenende bei einem Kaffee. Nach einem kleinen „Kennenlernspiel“ referiert Tanja Seim (Teamerin und stellvertr. Beauftragte Notfalldarstellung) über die neue Lehr-Lernunterlage, nach der künftig die Grund- und Aufbaulehrgänge Notfalldarstellung gehalten werden sollen. Darüber wurde kontrovers diskutiert. Nach dem Mittagessen referierte Hans-Dieter Hellrigel LV Rheinland-Pfalz über das Erstellen von „Hautveränderungen“ mittels Gelatine, Glyzerin und Wasser. Jeder konnte hier ausprobieren, wie gut man damit Verletzungen herstellen kann. Auch Hautbildungsmittel stand hier zum probieren zur Verfügung. Im Nachgang konnte jeder den Umgang mit Derma-Wachs ausprobieren. Viele, die vorher kritisch waren, konnten vom Derma-Wachs überzeug werden. Zum einen benötigt man nicht so viel Material und zum anderen können Wunden effizienter dargestellt werden, ein ganz anderer Aspekt ist die relative Temperaturunempfindlichkeit. Noch vor dem Abendessen referierte Anja Meilinger, eine Teilnehmerin aus dem KV Gießen, über die Wichtigkeit von korrekten Vitalparametern bei Übungen und Lehrgängen. Hieraus entstand eine Diskussion, aus der der Vorschlag hervorging, im nächsten Jahr eine „Fachtagung Notfalldarstellung“ anzubieten, während derer die generelle Marschrichtung der Vitalzeichen zu Erkrankungen und Verletzungen festgelegt werden sollen. Nach dem Abendessen gab es noch genügend Zeit für den Erfahrungsaustausch bei gemütlichem Zusammensitzen.

Am Sonntag referierte Werner Schönhals, Teilnehmer aus dem KV Hanau, über das Herstellen von Bauchverletzungen mittels Kondomen, Plastilin und diversem weiteren Material. Zum Vergleich stellte Dieter noch eine schnelle Variante mit Kondom und Derma-Wachs vor, wenn es mal schnell gehen muss. Danach ging es ans aufräumen und ehe man sich versah, war das Lehrgangswochenende in Rommerz auch schon vorbei. Den Abschluss bildete das Mittagessen, bei dem sich alle nochmal reichlich Zeit nahmen sich über den Lehrgang und die Notfalldarstellung auszutauschen. Insgesamt waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Fortbildung einmal mehr als gelungen war.

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