
Auf dem Jahresempfang des Deutschen Roten Kreuz Hessen 2009 erhielt das
Jugendrotkreuz Hessen eine herzliche Einladung vom hessischen Staatsminister Michael Boddenberg nach Berlin. Die Landesleitung des Jugendrotkreuzes erstellte ein Rätsel, um Jugendliche auszumachen, die sie auf die Bildungsreise begleiten würden. Vier Jugendliche aus dem Kreisverband Eschwege, zwei aus dem Kreisverband Darmstadt-Land und eine Jugendliche aus der Bergstrasse fuhren nach der Auslosung mit der gesamten Landesleitung im November 2010 in die Bundeshauptstadt.
An einem Mittwochmorgen hieß es für alle Beteiligten, das Bett früher als gewohnt zu verlassen, um gemeinsam den Weg nach Berlin mit dem ICE zu erklimmen. Nach anfänglicher Müdigkeit und einer kurzen Kennenlernphase, stellte sich schnell die Vorfreude auf die noch kommenden Tage ein.
In Berlin angekommen, wurden die zehn JRK'ler von der hessischen Landesvertretung in Empfang genommen. Nachdem die ersten Meter flaniert und der erste Milchcafé in Berlin verzehrt wurden, fand eine Begehung des Bundesministeriums für Gesundheit statt.

In einem kurzen Einstiegsreferat wurden Aufgabenfelder erläutert und die Möglichkeit geboten, die Arbeit auf der Ebene näher kennenzulernen. Gestaunt wurde faktisch über die Komplexität des deutschen Gesundheitssystems. Kurz darauf wurde die Gruppe eingeladen, einer Veranstaltung beizuwohnen, die Gesundheitsminister Dr. Philipp Rößler eröffnete und deren Ziel die Sensibilisierung und Prävention von Brustkrebs war. Eine mobile Bilderausstellung konnte von der Gruppe beschaut und Inhalte auch hinterfragt werden. Ein kurzer Austausch mit dem Bundesminister erfolgte und auch über ein gemeinsames Photo konnte sich die Truppe erfreuen.
Der erste Abend in Berlin klang in der parlamentarischen Gesellschaft aus, bei dem die Jugendrotkreuzler einer Einladung der DRK-Präsidentin Hessen Hannelore Rönsch folgten. Der gemütliche Abend begann mit einem exzellentem Essen in graziler Atmosphäre und der anschließenden Bekundung des Gebäudes und auch des Tunnels, der die parlamentarische Gesellschaft mit dem Reichstag verbindet. Zu dieser Zeit der Terrorwarnungen schätzte sich die Gruppe mehr als glücklich durch den Beistand von Frau Rönsch Möglichkeiten offenbart zu bekommen, die sich anders nicht so ergeben hätten. Ein wirklich gelungener Abend endete mit guten Gesprächen auf dem Rückweg,
der entgegengebrachten Spannung für die kommenden Tage und dem Flair der Weltstadt.

Am nächsten Morgen wurde des Herzzentrum Berlins besucht, bei dem der Gruppe wiedermal der Fortschritt der Moderne die Sprache raubte und man sich momentan Mögliches veranschaulichen ließ. Zum Mittagessen eilten die Jugendrotkreuzler in die Hessische Landesvertretung, in der Staatsminister Boddenberg schon wartete. In einer sehr offenen Runde, die auch von Witz geprägt war, konnten allerlei Fragen gestellt werden und sehr schnell war ein spürbar gelungener Dialog auf gleicher Höhe geschaffen. Am Nachmittag wurde das Stasigefängnis in Hohenschönhausen besichtigt. Ein Zeitzeuge konnte der Gruppe einen guten Einblick durch eine Führung der Räume geben und mit
erschreckenden Geschichten Emotionen eines dunklen Teils der Geschichte wecken. Der Abend wurde genutzt, um Berlin auf eigene Faust zu erkunden und ein bisschen des kulturellen Ambientes der Stadt zu erfahren.
Am letzten Morgen der Bildungsreise wurde die Gruppe Zeuge einer Bundesratssitzung. Hierzu wurde zunächst das Gebäude erkundet und die Gruppe wurde in die spannendsten Tagesordnungspunkte der Sitzung eingewiesen. Anschließend belauschte man von der Empore Situationen, die sonst nur aus den Medien bekannt waren. Ein unverhofft längerer Fußmarsch stand an, da die Innenstadt weiträumig wegen des Staatsbesuches von Wladimir Putin gesperrt war. Ziel war das Bundeskanzleramt, in dem
die letzten Eindrücke der Bildungsreise gesammelt wurden. Die Architektur stand bei diesem Gebäude in besonderem Vordergrund und so manch' einer kam aus dem Staunen gar nicht heraus. Am frühen Nachmittag begann die Zugfahrt in die hessische Heimat, auf der viel Austausch über gesammelte Eindrücke und Emotionen der Reise stattfand und die auch schon das Ende von drei tollen Tage einleitete.
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