
Startschuss für die neue Kampagne des Jugendrotkreuzes
Die zunehmende Gewaltbereitschaft – sei es gegen Ausländer, Schüler oder Mitmenschen – ist zu einem großen Problem unserer Gesellschaft geworden. Dagegen wollen wir vom Jugendrotkreuz aktiv werden, zumal das Jugendrotkreuz sich auch als Spiegel der Gesellschaft versteht. In unserem Verband sind rund 110.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 6 und 27 Jahren organisiert. Viele von ihnen haben sicherlich selbst schon einmal Gewalt erfahren beziehungsweise sind Zeuge von Gewalttaten geworden.
In der Kampagne „Bleib‘ COOL ohne Gewalt!" werden wir zeigen, dass man Streitigkeiten auch ohne Schlägereien und Hass-Parolen schlichten kann. Schließlich sind Konflikte Bestandteil unseres Lebens. Sie sind grundsätzlich nichts Negatives. Vielmehr fördert jeder Konflikt, gegensätzliche Meinungen und Wahrnehmungen zu sehen, Anschauungen zu überdenken und das eigene Tun zu verändern. So gesehen müssten wir Konflikte fördern. Aber das Gegenteil ist oft der Fall. Es werden Konfliktverhinderungsstrategien propagiert anstatt Konfliktlösungen zu suchen. Im Rahmen dieser Kampagne werden wir uns daher mit Konfliktlösungen beschäftigen.

Der inhaltliche Schwerpunkt der Kampagne liegt auf der Gewalt unter Kindern und Jugendlichen in Deutschland, welche sie in ihrer Lebenswelt, ihrem Umfeld wie zum Beispiel Schule, Familie, Freizeit, Freunde erleben. Die Themen Rechtsextremismus, sexuelle Gewalt et cetera werden als Teil der Kampagne behandelt.
Die Kampagne und ihr Aufbau
Der inhaltliche Schwerpunkt der Kampagne liegt auf dem
Thema "Gewalt unter Kindern und Jugendlichen in Deutschland".
Gewalterfahrungen in der Umgebung der Kinder und Jugendlichen wie zum Beispiel Schule, Familie, Freizeit stehen dabei im Vordergrund.
Mit der Kampagne verfolgt das Jugendrotkreuz verschiedene Ziele.
So soll zum einen Bewusstsein für das Thema Gewalt geschaffen werden, der Verband und die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisiert werden. Weiterhin geht es um die Förderung der konstruktiven Konfliktfähigkeit (Prävention) damit Auseinandersetzungen nicht in Gewalt und Hass-Parolen eskalieren.
Weiteres Ziel ist, die Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Gewalt von Betroffenen und Multiplikatoren voran zu bringen. Die Förderung und Schaffung von Netzwerken dient schließlich der Verbreitung eines umfassenden Hilfeangebotes für Betroffene und Multiplikatoren. Damit der Inhalt der Kampagne zum Grundsatzthema des Jugendrotkreuzes und unserer Gesellschaft wird, ist es notwendig, das Thema Gewalt sowohl innerverbandlich als auch außerhalb des Verbandes politisch zu diskutieren und umzusetzen. Schließlich gibt es das Phänomen der Gewalt nicht erst seit der Idee des Jugendrotkreuzes, etwas zu dem Thema zu machen und Gewalt wird es sicherlich auch noch nach dem Auslaufen der Kampagne geben.
Wo können wir aktiv werden?
Gewalt gegen Fremde/Rechtsextremismus
Gewalt unter Kindern und Jugendlichen
Gewalt gegen Mädchen und Frauen
Gewalt gegen Kinder/Missbrauch/Misshandlung von Kindern
Krieg und Gewalt, Folter, Kindersoldaten...
Gesellschaftliche Benachteiligungen/strukturelle Gewalt
Gegen sich selbst gerichtete Gewalt/Selbstzerstörung
durch Alkohol-/Drogenmissbrauch, Bulimie, Selbstmord...
Gewalt im Straßenverkehr
Umweltverschmutzung/"Vergewaltigung" der Natur
Gewalt in Medien
....
Diese Liste lies sich endlos fortsetzen. Sicherlich werden wir es nicht schaffen diese Liste so zu bearbeiten, dass wir danach feststellen, dass unsere Arbeit Früchte trägt. Deswegen werden wir je nach Alter, Entwicklungsstand, Erfahrungen, Erwartungen und Bedürfnissen der jeweiligen JRK-Gruppe uns Themen herausziehen.
Achtet auf diesen Seiten, in der Öffentlichkeit, der Presse,... auf unser Logo. Wir bleiben Cool, ohne Gewalt!

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